26.04.2026 geschrieben von Johanna

Hart van Holland 2026

Am 18. April richtete der Utrechter Ruderverein Viking den Hart van Holland Rudermarathon aus. Knapp 40 Mannschaften, gesteuerte Gig-Zweier, Dreier und Vierer, gingen an den Start.

Das Rennformat der Hart van Holland Marathons ist folgendes: Es wird entweder als Staffel oder als sogenannte Integral-Mannschaft gestartet. Integralboote rudern die gesamte Strecke durch, Staffel-Mannschaften gehen als größere Gruppe an den Start und tauschen ihre Ruder*innen regelmäßig aus. Der 90 km Rundkurs, der von Utrecht bis Weesp und über Abcoude zurück führt, ist in mehrere gewertete Strecken unterteilt. In diesem Jahr gab es zudem die Möglichkeit aufgrund des 120. Geburtstags des Gastgebers die Strecke am Nachmittag noch auf 120 km zu erhöhen – dies nahmen jedoch nur wenige Boote wahr.

Unsere Renngemeinschaft aus Ruderclub Kleinmachnow Stahnsdorf Teltow, RV Collegia, Kölner Club für Wassersport und Post Sportverein Koblenz ging als Integral-Mannschaft über die 90 km an den Start. Am Freitag reisten wir nach Utrecht an, bauten unser Boot auf und saßen abends zum ersten Mal als vollständige Mannschaft gemeinsam im Boot. Beim Abendessen wurden dann letzte Strategien und Pläne besprochen, bevor es für wenige Stunden auf die Isomatte ging. Am Samstag ging es zeitig los, denn wir mussten spätestens um 7 Uhr in der 5 km entfernten Schleuse sein. Nach erfolgter Schleusung ging es direkt auf die erste Wertungsstrecke, bei der ca. 37 km vor uns lagen. Unsere Mannschaft fand gut zusammen und wir konnten die vor uns gestarteten Boote bald überholen. Mit den gewohnten halbstündigen Steuerwechseln fanden wir gut unseren Rhythmus und arbeiteten uns auf der Vecht stetig in Richtung Weesp vor. Das gute Wetter, die schöne niederländische Landschaft, sowie die enthusiastischen Anfeuerungsrufe der am Ufer stehenden Staffelmannschaften motivierten uns zusätzlich. Als der erste Rennabschnitt geschafft war, konnten wir zu einer kurzen Pause in Weesp anlegen, wo wir sehr freundlich mit Kaffee und Kuchen empfangen wurden. Weiter ging es, nun auf deutlich kürzeren Wettkampfstrecken, etwa 5 km, 10 km und 14 km gewertete Strecke, sowie einige Abschnitte ohne Zeitnahme lagen noch vor uns. Dieser Teil der Route führte uns durch deutlich flachere Gewässer, kleine kurvige Kanäle, schmale Brücken und flache Durchfahrten, die unseren Steuerleuten einiges abverlangten.

Gegen 14:30 waren wir dann wieder zurück an der Schleuse und nach einer langen Wartezeit sowie einer etwas chaotischen Rückfahrt im Pulk durch Utrecht waren wir dann nachmittags wieder zurück am URV. Nachdem die Ruder*innen der 90 km Strecke bereits zu Abend gegessen hatten, kamen dann auch die Boote der 120 km Runde zurück an den Steg. Zum Tagesabschluss folgte dann die Siegerehrung, bei welcher wir erfuhren, dass wir sowohl in unserer Klasse als auch insgesamt das schnellste Boot auf der 90 km Strecke waren. Die zeitgewerteten Strecken schafften wir insgesamt in 04:53 und ließen damit auch die als Staffel gefahrenen Vierer hinter uns. Ein gelungenes Debut unserer Renngemeinschaft.

Insgesamt war es ein tolles Event: Abwechslungsreiche, spannende Regattastrecke, superschöne Landschaft, tolle Atmosphäre um das Rennen herum und sehr engagierte Gastgeber. Vielen Dank, dass wir dabei sein durften!

PS: Als Staffelmannschaft ist die Hart van Holland Regatta sicherlich auch für nicht ganz so „marathonverrückte“ Leute gut zu schaffen.